12 Raunächte

Unsere Vorfahren haben sehr genau wahrgenommen und waren sich bewusst, dass diese Tage und Nächte eine Zeit lang nach der Wintersonnwende fast unverändert bleiben – eine Art Stillstand der Zeit. Damit ist es eine mystische, mantische oder numinose Zeit, die einiges heiliges an sich hat.

Räucherwerke

Das Räuchern von Kräutern, Harzen, Wurzeln und Hölzer ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit. Überlieferungen aus den grossen Weltreligionen, von untergegangenen Reichen und natürlich aus archäologischen Funden, lässt sich eine Entwicklung über tausende von Jahren ablesen. Also ein durchaus spannendes Thema. Pflanzen, die starke Düfte entwickeln, wurden seit jeher mit den vorherrschenden Göttern oder Gottheit in Verbindung gebracht. Meistens beschreibt die Mythologie eine dramatische Geschichte, in der die Gottheit oder das Wesen verletzt wird und dort wo sich die Erde mit dem Blut oder der Träne des göttlichen Wesens durchdringen, entsteht die neue einzigartig duftende Pflanze.

Die Vier Ur-Elemente und unser kulturelle Bezug zu ihnen

Die Kenntnisse über die 4-Elemente, deren Auslegung – Anwendung und Belebung sind sehr alt. In unserem Kulturkreis gehen Zeugnisse dazu auf die Babylonier und zu einem überwiegenden Teil auf die Griechen zurück. In Indien kennt der Hinduismus Abhandlungen und religiöse Rituale zu den Ur-Elementen und im alten China waren die Elemente ebenfalls fest im Leben verankert. Je nach Kulturkreis und Religion, waren die Ur-Elemente unterschiedlich hierarchisch gegliedert, personifiziert oder in ihre Wirkungsebenen gegliedert. Selbst das Christentum machte keine Ausnahme, wir haben die vier Evangelien analog den vier Elementen und Christus als das fünfte Element in der Mitte.