
Lust auf Frühlingskräuter
Zurzeit ist vieles anders als gewohnt. Da ein erheblicher Teil an «Vergnügen» einfach nicht stattfinden darf, sind wir etwas mehr mit uns selbst oder unserer Familie beschäftigt oder haben einfach mehr Raum für Ungewohntes oder Seltenes. Der jetzige Frühling ist wunderbar, wieso nicht ein paar schmackhafte Frühlingskräuter sammeln und ein paar einfache Rezepte ausprobieren? Frühlingskräuter haben eine Unmenge an Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen, ätherischen Ölen und und und. Brennnessel hat einen hohen Vitamin C -Gehalt und extrem viel aufnehmbares Eisen (heilige Brennnessel). Eisen wiederum ist wichtig für die Sauerstoffbindung und dessen Transport im Körper. Eine Auswirkung von Covid 19 (Corona) ist ein Mangel an Sauerstoff im Körper – Brennnessel könnte da entgegenwirken. Wildkräuter können in der aktuellen Situation einen echten Beitrag zu Stärkung unserer Gesundheit beitragen. Nur mal so, Efeu-Produkte haben eine effektive schleimlösende Wirkung, das hilft ungemein beim Abhusten (Efeu). Wer selbst einen Garten hat, kann anstatt das Unkraut aus zu reissen, das Unkraut zur Abwechslung mal essen.
Kräutermix für den Wildsalat

Die Bären des Frühlings
Bärlauch
Hat ein starker Knoblauchgeruch Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen (tödlich),kann roh oder gekocht verzehrt werden.
Brennnessel
Hat einen etwas erdigen Geschmack, ich finde ihn interessant. Verwende ich zum Kochen.
Gänseblümchen
Die Rosetten können als Salatbeilage (etwas säuerlich im Geschmack) oder die Blüten als Garnitur verwendet werden. Kann roh verzehrt werden.
Giersch
Ein herrliche aromatisches Kräutlein, es erinnert an Sellerie und Petersilie. Kann roh oder zum Koche verwendet werden.
Gundermann
Auch ein leckeres Pflänzchen, etwas streng im Geschmack, ein wenig bitter aber vor allem schmeckt man die ätherischen Öle gut heraus. Kann roh und zum Kochen verwendet werden.
Knoblauchrauke
Hat einen milden, süsslichen Knoblauchgeschmack, ist für den Rohverzehr
Löwenzahn
Hat einen angenehmen leicht bitteren Geschmack (Blätter), wie Chicorée und ist schön knackig.
wilder Majoran
Hier kann man die Triebe verwenden, im Geschmack ist der Wilde etwas milder als der «Einjährige»
Zitronenmelisse
Ist wohl am ehesten in einem Garten zu finden und hat wie der Name es sagt einen zitronigen Geschmack. Die Triebe können jetzt verwendet werden.
Sauerampfer
Hat einen angenehmen leicht säuerlichen Geschmack, sie ist geeignet für den Rohverzehr oder in Saucen.
Spitzwegerich
Hat einen herben, wilden Geschmack.
Wiesenknopf
Ist ebenfalls herb und erdig.
Wiesenschaumkraut
Hat einen leichten scharfen Senfgeschmack, ist für den Rohverzehr am besten geeignet.
Natürlich gibt es noch ein paar mehr, doch ich will es noch praktikabel halten und keine Enzyklopädie schreiben.
Bärlauch

Giersch

Gundermann

Knoblauch-rauke
Löwenzahn

Wiesen-knopf

Salate, Omeletten, Brot und Herzenslust
Alle oben genannten Kräuter, bis auf die Brennnessel, können direkt als Wildkräutersalat, als Beigabe zu Blatt- oder Wurzelsalat verwendet werden. Wer im Garten Pfefferminze stehen hat, kann auch ein paar junge Triebe dazu nehmen, eine raffinierte Geschmacksnote gesellt sich dann dazu. Ich persönlich mag die Wildkräuter besonders als üppige Beigabe an» Wurzelsalat», also gelbe Rüben, Sellerie, Petersilienwurzel usw.
Mit der Brennnessel und dem Bärlauch lässt sich besonders viel anstellen: Brot mit beidem oder dem einen darin, Gemüsewähe bspw. mit Krautstiel, Gnoggi werden geschmacklich hervorragend, es ist momentan nicht die Suppenzeit aber Fetischisten wird das nicht abhalten – den eine Brennnesselsuppe schmeckt hervorragend und dann lässt sich auch mit beidem Pesto herstellen:
Brennnesselpesto: 100g Brennnesselspitzen und Blätter klein schreddern, mit klein gehackten Baumnüssen oder Pinienkerne, Erdnüsse kann ich mir auch gut vorstellen und etwas Salz mischen. Alles in ein Marmeladenglas einfüllen, gut pressen und dann mit Olivenöl auffüllen, fertig ist die Delikatesse. Kann man bspw. zu Tomatensalat oder einfach auf einem feinen Brot genossen werden.
Die herberen Kräuter passen wunderbar in eine Kräuter-Omelette. Dazu schneidet man ganz einfach die bevorzugten Wildkräuter klein, mischt sie dem «Omelettenteig» bei und ab geht es in die Bratpfanne. Giersch als Gemüse gekocht, passt wunderbar zu Kartoffeln und die jungen Blätter sind wunderbar im Salat. Übrigens Brennnessel als Gemüse ist auch ganz einfach zum machen. Man schüttet die Brennnesselblätter kurz ins kochende Wasser giesst das Wasser ab ( hervorragend im Garten zu gebrauchen) fertig ist der Brennnesselspinat.
Kreativität und Ungewohntes ist zurzeit angesagt: ich wünsche dabei allen, gute Gesundheit und viel Spass.
Ein Beitrag von Livingcircles: www,livingcircles.ch
Bilder: Pixabay
Wiesen-schaumkraut

Brennnessel-brot

Brennnessel-Pesto
